Sanierung der Lindeallee verzögert sich

Witterungsbedingt konnten noch nicht alle Bäume gepflanzt werden. Aufgrund der Witterungsbedingungen geht die Sanierung der Lindenallee in Lucklum nicht so schnell voran wie geplant.

Durch die anhaltenden Niederschläge sind die Böden sehr nass, so dass bisher nur gut die Hälfte der neuen Linden gepflanzt werden konnte. „Alle, die eine Baumpatenschaft übernommen haben, müssen sich bis zur Einweihung leider noch ein wenig gedulden“, so Helmut Gockel, Geschäftsführer des Rittergutes Lucklum. „Wir hoffen aber, dass wir die Lindenallee frühestens im Mai offiziell eröffnen können.“

Die Fällung des alten Baumbestandes war nötig geworden, weil ein Großteil der Alleebäume auch durch baumpflegerische Maßnahmen nicht mehr zu erhalten war – so das Ergebnis eines Baumgutachtens durch einen Sachverständigen. Die Verkehrssicherheit beim Betreten der Allee war aufgrund morscher Kronen nicht mehr gegeben.

Die Ursachen dafür reichen weit in die Vergangenheit zurück. Die Pflege der im späten 18. Jahrhundert vom Komtur von Hardenberg angelegten vierreihigen Allee war in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt worden. Schon 2001 kam ein Parkgutachten zu dem Ergebnis, dass das „charakteristische gleichförmige Aussehen der Gehölze und die streng geometrische Anordnungen“ empfindlich gestört ist und zudem viele Bäume an sich nicht mehr zu erhalten seien. Die Allee wird nun nach Vorgaben der Denkmalpflege neu angelegt: Neben den sechs alten Bäumen am Westende, die auf die Größe der historischen Allee verweisen, werden insgesamt 154 hochstämmige neue Linden gepflanzt.

Das Rittergut Lucklum möchte mit der Sanierung der Lindenallee ein attraktives Entreé für das Dorf und das Gut schaffen. Die Allee soll Besucher künftig als gepflegtes und stilvolles Eingangstor willkommen heißen. „Bei der Sanierung ist es uns zudem wichtig, an die historischen Gegebenheiten anzuknüpfen und den ursprünglichen Charakter der Allee wieder herzustellen“, betont Geschäftsführer Helmut Gockel. „Damit erfahren sowohl das Dorf als auch das Rittergut eine Aufwertung, die nicht nur sehenswert ist, sondern auch zum Flanieren und Verweilen einladen wird.“

Wer Baumpate werden möchte, hat dazu noch Gelegenheit und kann sich an der Aktion „Ich schenk‘ dir einen Baum“ beteiligen. Für alle Bäume, die in der Lindenallee neu gepflanzt werden, kann für jeweils 55 Euro eine „Patenschaft“ erworben und diese zum Beispiel einem besonderen Menschen gewidmet werden. Entsprechende Formulare sind im Hofcafé erhältlich. Der Betrag fließt nicht in die Sanierung der Lindenallee, sondern deckt ausschließlich die Kosten für die Erstellung des Schildes und die Anbringung.