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Stürme, Starkregen, Brände oder Stromausfälle: Wetterextreme nehmen zu und ihre Folgen können unsere Versorgung gefährden. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), spricht am 14. November um 19 Uhr im Rahmen der Kamingespräche des Rittergutes über mögliche Risiken, die Aufgaben des BKK und darüber, wie jeder selbst für den Notfall vorsorgen kann.

Starkregen und Hochwasser, Brände durch extreme Hitze oder starke Stürme – Wetterextreme treten immer häufiger auf und haben das Potential, Menschen, Tier und versorgungswichtige Strukturen in Gefahr zu bringen. Besonders kritisch: die Gefahr eines Blackouts, also eines großflächigen Stromausfalls. Diese Szenarien hat der österreichische Autor Marc Elsberg in seinem Technik-Thriller Blackout eindrucksvoll entwickelt. Aber wie groß sind die Risiken wirklich, welche Folgen können sie in unserer Region haben und welche Vorkehrungen sollten getroffen werden? Darüber informiert Christoph Unger, Präsident des BBK, in einem Vortrag. Der aus Lucklum stammende Jurist, der früher selbst in der Feuerwehr seiner Heimat aktiv war, kennt auch die Arbeit, die Anforderungen und die Notwendigkeiten an der Basis gut.

Klimawandel und Katastrophenschutz: Notfalltipps sollte jeder kennen
Vordringliche Aufgabe des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist der Schutz der Bevölkerung im Spannungs- und Verteidigungsfall. Für die Bewältigung von Katastrophen wie Unwettern, Unfällen und ähnlichem ist dagegen das Land Niedersachsen zuständig – so sieht es das Grundgesetz vor. Niedersachsen hat schon 2012 durch eine Expertenkommission Empfehlungen für die Anpassung an den Klimawandel erarbeiten lassen. Darin wird auch der Katastrophenschutz betrachtet und einige der Empfehlungen führen direkt zur Arbeit des BBK. Unter anderem will das Land die Befähigung der Bürgerinnen und Bürger zur Selbsthilfe stärken – dazu hat das BBK für verschiedene Gefahren Verhaltensempfehlungen und Notfalltipps erarbeitet und bietet sie kostenlos an.

Warnsysteme unterstützen im Notfall
In den niedersächsischen Empfehlungen wird auch die Bedeutung einer „effektiven Warnung“ der Bevölkerung genannt – das ist ein Kernthema des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Der Bund nutzt dafür sein Modulares Warnsystem und die Warn-App NINA und bietet es den Ländern zur Nutzung an. Auch die Integrierte Regionalleitstelle Braunschweig-Peine-Wolfenbüttel kann darüber Warnungen an die Bevölkerung versenden und Verhaltensempfehlungen übermitteln. Ist ein Notfall eingetreten, hilft die örtliche Gefahrenabwehr. In den Landkreisen Braunschweig und Wolfenbüttel sind dafür bei Feuerwehren und Hilfsorganisationen auch 18 Einsatzfahrzeuge des Bundes unterwegs.

Schutz von Kulturgütern
Eine weitere wichtige Aufgabe des BBK, die auch im Friedensfall bis in den Landkreis Wolfenbüttel wirkt, ist beispielsweise der Schutz von Kulturgütern. Besonders wichtige und identitätsstiftende Dokumente aus deutschen Archiven werden im Auftrag des BBK auf Mikrofilm festgehalten und im Barbarastollen im Schwarzwald für einen langen Zeitraum gelagert. Die Bilder im zentralen Bergungsort dienen als Rückfallebene, falls wichtige und einzigartige Dokumente zerstört werden. Auch aus Lucklum sind Aktenbestände des Deutschen Ordens im Niedersächsischen Landesarchiv Wolfenbüttel verfilmt und im Barbarastollen untergebracht worden.

Auf all diese sehr aktuellen Themen und Zusammenhänge wird der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, in seinem Vortrag aufmerksam machen.

Wo und wann?
Termin: Donnerstag, 14. November 2019, um 19 Uhr
Ort: EventGut, Rittergut Lucklum
Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.