Nordmanntanne, Kiefer, Fichte… jedes Jahr stellt sich wieder die Frage: Welcher Baum soll es denn werden? Wir haben unsere Förster gefragt, worauf man beim Kauf achten soll. Und welcher Baum die ideale Wahl ist. Die Antwort: Es kommt darauf an. Zum Beispiel darauf, wie lange der Baum im Haus stehen soll, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit und Ökologie beim Kauf haben und/oder welches Budget zur Verfügung steht.

Top-Seller: Die Nordmanntanne

Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Nordmanntanne. Sie kommt mit trockenem Raumklima locker vier Wochen zurecht. Rund acht bis 15 Jahre dauert es, bis die Tanne geerntet werden kann. Das schlägt sich natürlich im Preis nieder. Blaufiche, Kiefer und Douglasie vertragen warme Heizungsluft weniger gut. Am günstigsten sind Fichten, die aber leider auch schnell nadeln. Sie sind zudem – im Vergleich zu den höherpreisigen Baumvarianten – recht stachelig, was sich dann beim Aufstellen und Schmücken bemerkbar macht.

Besser regional
Achten Sie beim Kauf auch darauf, ob der Baum aus der Region kommt und möglichst frisch geschlagen wurde. Viele Bäume haben bereits eine lange Reise hinter sich und lagerten schon geraume Zeit in Kühlhäusern. Fragen Sie nach, ob die Kulturen mit Pflanzenschutzmitteln gespritzt werden. Vor dem Aufstellen ist es wichtig, dass der Baum noch einmal angesägt wird, damit er Wasser aufnehmen kann. Die Poren schließen sich nämlich nach rund vier Stunden. Kleiner Frischetest: Streichen Sie mit der Hand gegen den Strich der feinen Nadeln. Fallen diese ab, dann lagert der Baum vermutlich schon länger.

Frischegarantie
Ganz sicher frisch ist der Baum, wenn man ihn selbst schlägt. Das bieten unter anderem Forstämter, Bauernhöfe und auch Baumschulen an. Fast jeder dritte Baum wird heute bei solch landwirtschaftlichen Betrieben gekauft. Lassen Sie Ihren Weihnachtsbaum nach dem Kauf zunächst im Netz draußen in einem Eimer Wasser liegen und holen Sie ihn erst rein, kurz bevor Sie ihn schmücken. Wenn draußen Frost herrscht, dann sollten Sie den Baum allerdings unbedingt aus dem Wasser nehmen. Denken Sie später, wenn der Baum im Haus steht, daran, den Wasserbehälter regelmäßig aufzufüllen. Man kann den Baum auch mit Wasser besprühen, damit er nicht so schnell eintrocknet.

Im Topf oder mit Ballen
Eine Alternative kann auch der Weihnachtsbaum im Topf oder mit Pflanzballen sein, den Sie zum Beispiel in einer guten Baumschule bekommen. Bei Bedarf können Sie ihn dann in den Garten pflanzen (lassen Sie sich dazu beraten). Tipp: Stellen Sie den Baum erst einige Zeit an einem hellen und möglichst kühlen Platz im Haus auf, damit er sich an die Raumluft gewöhnen kann.  Das tut übrigens auch dem Weihnachtsbaum ohne Topf gut. Bevor Sie den Baum wieder nach draußen stellen (dann vor Frost schützen und den Topf feucht halten) oder auspflanzen, muss er sich wiederum ein paar Tage akklimatisieren – zum Beispiel im Treppenhaus oder einem anderen, hellen und nicht zu warmen Ort. Lassen Sie den eingetopften Weihnachtsbaum aber nicht länger als zehn Tage im Haus stehen, denn so einen überraschenden „Hochsommer“ im Wohnzimmer verträgt nicht jeder Baum.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Advent und viel Freude an Ihrem Weihnachtsbaum!