Geschichtlicher Abriss2018-10-24T09:35:42+00:00

Geschichtlicher Abriss

Das Rittergut Lucklum – von der Kommende des Deutschen Ritterordens bis zum heutigen Rittergut. Eine Zeitreise von der Vergangenheit in die Moderne.

Im Folgenden finden Sie interessante Hintergründe sowie Wissenswertes zur Historie. Ein Klick auf die entsprechende Jahreszahl öffnet die hinterlegten Informationen.

1051

Der Ort Lucgenheim, abgeleitet von Lucko oder Ludger, wird erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wird Lucgenheim zu Lucklum.
Read more

1095 / 96

Nach der Rede von Papst Urban II. am 27. November 1095 bei der Stadt Clermont-Ferrand in Frankreich brechen Kreuzfahrer 1096 mit dem Ruf »Deus lo vult« [...]
Read more

1190 / 1198

Die Ursprünge des Deutschen Ordens liegen 1190/98 in der Zeit der Kreuzzüge im Heiligen Land. Anfang des 13. Jahrhunderts verlegt der „Deutsche Orden“ [...]
Read more

1213

Der Deutsche Orden siedelt sich im Gebiet am Elm an und wird 1221 mit der Elmsburg belehnt.
Read more

1267 / 1275

Der Deutsche Orden weitet um 1267 seinen Landbesitz von der Elmsburg über die Reitlingsburg Richtung Lucklum aus. 1275 ist ein Komtur für Lucklum bezeugt.
Read more

1287

Lucklum wird Teil der Ballei (Ordensprovinz) Ober- und Niedersachsen. Aufgrund seiner Größe durch die angeschlossenen Kommenden Elmsburg [...]
Read more

1300 ff.

Die Kommende Lucklum wird ausgebaut. Es entsteht ein geschlossener Hof aus Wohn-, Verwaltungsgebäuden und Kapelle ähnlich der Grundrisse [...]
Read more

1314

Die Kirchengemeinde Lucklum und der Archidiakonatssitz werden nach Evessen verlegt. Die Kirche wird zur Ordenskapelle, der alte Chor wird abgerissen.
Read more

1400 ff.

Der Deutsche Orden verliert im 15. Jahrhundert im Osten erheblich an Einfluss. Die Kommende Lucklum genießt keine Steuerfreiheit mehr, sondern muss Abgaben [...]
Read more

1500

Die Reformation ist ein entscheidender Einschnitt für den Deutschen Orden. Gebietsverluste und Austritte von Ritter- und Priesterbrüdern führen zu [...]
Read more

1568

Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel setzt die Reformation im Fürstentum endgültig durch. Die Kommende Lucklum ist Teil der lutherischen Ballei Sachsen. [...]
Read more

1590 ff.

Landkomtur Hans von Lossau (1573-1605) erneuert die klosterähnliche Anlage des Kommendehofes, das Vorwerk wird grundsätzlich neu errichtet, der Bau der [...]
Read more

1600 ff.

Während des Dreißigjährigen Krieges werden Teile der Kommende zerstört. Der umsichtige Komtur Jan Daniel von Priort (1648-1684) baut die Kommende wieder auf. Sein Nachfolger Friedrich Maximilian von Stayn (1684-1703) entwickelt die Kommende im repräsentativen Stil weiter.
Read more

1605

Die Landkomturwürde der Ballei Sachsen ist direkt mit dem Lucklumer Besitz verbunden. Lucklum wird zum Verwaltungssitz der gesamten Ballei.
Read more

1694

Die protestantische Kapelle erhält eine Holzkassettendecke.
Read more

1700 ff.

Die Ballei Sachsen besteht nicht mehr aus elf, sondern aus sechs Kommenden. Im 18. Jahrhundert erlebt Lucklum dennoch eine besondere Blütezeit. [...]
Read more

1737 / 1738

Unter Komtur Freiherr August Wilhelm von Grote (1737-1753) entsteht der Rittersaal mit beeindruckender Bildergalerie. Die 57 Ölgemälde zeigen [...]
Read more

1740

Erneuerung des Westflügels mit Durchfahrt zum Innenhof.
Read more

1759 ff.

Unter Komtur Daniel Christoph Georg von der Schulenburg (1757-1772) wird der Lucklumer Park von Daniel August Schwarzkopf angelegt. [...]
Read more

1774 - 1800

Der Komtur Gottlob Friedrich Freiherr von Hardenberg (1774-1880) ordnet die Kommende neu und lässt die Lindenallee vierreihig anlegen. [...]
Read more

1800 ff.

Die Geschichte Lucklums als Kommende des Deutschen Ordens endet 1809. Die Anlage geht in der Folgezeit in Privateigentum über. [...]
Read more

1809

Napoleon löst den Deutschen Orden in den Rheinbundstaaten auf. Der letzte Komtur Philipp Otto Freiherr von Münchhausen (1805-1809) dankt ab, Lucklum geht in [...]
Read more

1809 / 1810

Der Verwalter organisiert eine Auktion des Inventars des Kommendegebäudes, die Ordensbibliothek wird von Lucklum nach Marburg überwiesen.
Read more

1811

Jérôme Bonaparte verkauft die Domäne Lucklum dem Amtmann Wahnschaffe aus Warberg, der jedoch wegen des Kaufs einen langjährigen Prozess [...]
Read more

1831

Lucklum wird in die Ritterschaft des Landes Braunschweig aufgenommen.
Read more

1838

Die Witwe des Amtmanns Wahnschaffe stiftet eine Industrieschule in Lucklum.
Read more

1861

Der Kaufmann und Unternehmer Johann Hinrich Frerichs aus Bremen wird neuer Eigentümer des Rittergutes. Die neue Orgel von Orgelbauer [...]
Read more

1900 ff.

Das Rittergut wird als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb geführt.
Read more

1929

Der Deutsche Orden, 1834 in Wien wieder ins Leben gerufen, reorganisiert sich als klerikaler Orden geistlichen Rechts.
Read more

1949

Segeband von Henninges wird von seiner Großmutter Adele Cramer von Clausbruch, geborene Frerichs, zum Erben des Rittergutes bestimmt. [...]
Read more

1969

Jürgen von Henninges verkauft den »Weidehof Reitling«.
Read more

1999

Das Restaurant Wegwarte wird im alten Pferdestall des Gutes eröffnet.
Read more

2000

Die Nutzung der Gebäude zu Wohn- und Arbeitszwecken wird seit 2000 weiter ausgebaut. [...]
Read more

2009

Die Reitschule und Pferdepension ReitGut wird im alten Schafstall eröffnet.
Read more

2010

Die Gemäldesammlung des Rittersaals des Gutes Lucklum wird größtenteils verkauft.
Read more

2012

Das Rittergut wird an die Güterverwaltung Reinau verkauft. Im historischen Stallgebäude werden das CafeGut und das EventGut eröffnet.
Read more