Wegwarte: „Wir sind offen auch für alternative Konzepte“

Trotz intensiver und mehrfacher Verhandlungen konnte bisher mit den bisherigen Pächtern der Wegwarte, Christina und Wolfgang Goedeke, leider keine Einigung über die Fortführung ihres Ende 2019 auslaufenden Pachtvertrages gefunden werden.

„Ich bedaure es sehr, dass wir bislang zu keiner Einigung gekommen sind. Es ist der Verdienst von Christina und Wolfgang Goedeke, dass sich die Wegwarte zum einem in der Region bekannten und geschätzten Begegnungsort für Menschen aller Generationen entwickelt hat. Leider haben die Pächter unser Angebot nicht angenommen“, erklärt Helmut Gockel, Geschäftsführer des Rittergutes. „Die Wegwarte soll als gesellschaftlicher und kultureller Anlaufpunkt in der Region erhalten und als solcher weiter geführt werden. Um das sicherstellen zu können, ziehen wir jetzt auch die Möglichkeit in Betracht, die Wegwarte mit einem neuen Partner in Kooperation fortzuführen. Wir sind offen für alternative Konzepte“, so Gockel weiter.

Nach Ablauf des derzeitigen Pachtvertrages Ende 2019 will das Rittergut zunächst in die Wegwarte investieren und diese gründlich restaurieren. Dieses ist dringend notwendig, um die historische Substanz des Gebäudes zu erhalten. Die Wegwarte soll darüber hinaus künftig stärker in das Gesamtangebot des jahrhundertealten Rittergutes eingebunden werden. Gockel: „Für uns ist es wichtig, dass unser gastronomisches und auch kulturelles Angebot ein breites Publikum anspricht. Wir möchten die Angebote von Wegwarte, EventGut, Hofcafé und die Veranstaltungen im Rittersaal aufeinander abstimmen.“ Neben der Angebotsvielfalt auf der einen Seite soll auf der anderen Seite Einheitlichkeit und damit auch Verlässlichkeit hinsichtlich von Qualität, Öffnungszeiten und anderer Standards gewährleistet werden. „Nur so können wir auf Dauer erfolgreich sein und wirtschaftlich arbeiten. Das ist auch für das Rittergut wichtig – selbst wenn man mit einem Gut in dieser Größenordnung sicher immer mehr in Gebäude und Infrastruktur investieren muss, als man in Summe erwirtschaften kann.“

Wie wird es in der Wegwarte nun weiter gehen? „Unser Angebot an die derzeitigen Pächter steht weiterhin“, betont Helmut Gockel. „Uns läuft aber angesichts der stockenden Verhandlungen ein wenig die Zeit davon. Deshalb müssen wir jetzt auch schauen, welche Alternativen es gibt. Wir können uns auch vorstellen, die Bandbreite des kulturellen Angebots in der Wegwarte zu vergrößern und so ein breiter gefächertes Publikum anzusprechen. Das böte auch Chancen für neue Impulse und dafür, das Angebot noch attraktiver zu gestalten. Veränderungen wird es immer geben und das ist auch gut so.“

 

2018-11-19T21:32:02+00:00